Ausbildungskonzept

Inhaltsverzeichnis

 

1.     Einleitung

 

2.     Ziele und Beschreibungen der fußballerischen Ausbildung

2.1.         Ehrenkodex des FC Erfurt Nord

2.2.         Grundsätze im Trainingsbetrieb

2.3.         Aufbau einer Trainingseinheit

2.4.         Grundlagenausbildung

2.5.         Aufbauausbildung

2.6.         Leistungsausbildung

 

3.     Training – Ausbildungsziele – Sonstiges

3.1.         G – Junioren

3.2.         F – Junioren

3.3.         E – Junioren

3.4.         D – Junioren

3.5.         C – Junioren

3.6.         B – Junioren

3.7.         A – Junioren

4.     Trainer – Handlungsweisen – Qualifizierung - Ausbildung

4.1.         Qualifikationen in den Mannschaften

4.2.         Arbeitsweise des Trainerstabes

4.3.         Torwarttraining

4.4.         Zusammenarbeit mit den Eltern

5.    Schlusswort

 

 

 

 

1. Einleitung

 

Der FC Erfurt Nord gehört zu einem der größten Fußballvereine in der Stadt Erfurt. Unter seinem Dach trainieren mit Stand 31.12.2014 ca. 140 Kinder und Jugendliche, mittlerweile überwiegend jahrgangsbezogen, in 9 Nachwuchsmannschaften. Sie werden von 18 TrainerInnen betreut, die über entsprechende Qualifikationen (Trainerlizenzen) oder eigene Erfahrungen als aktive Fußballer verfügen. Alle TrainerInnen arbeiten unentgeltlich und ehrenamtlich und sorgen mit ihrer täglichen Arbeit für ein gutes Ansehen unseres Vereins in der Öffentlichkeit. Des Weiteren ist der FC Erfurt Nord als Integrationsstützpunkt des Landessportbund Thüringens in einer besonderen Rolle im „Brennpunkt Nord“ der Stadt Erfurt.

 

Ziel dieses Ausbildungskonzeptes ist es, möglichst jedes Jahr, gut ausgebildete Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in unsere Männermannschaften zu überführen.

 

Weitere Ziele sind die Verstetigung unserer Arbeit und eine weitere Verbesserung der Qualität unserer Ausbildung in allen Altersgruppen Ebenso die Abstimmung der Trainingsschwerpunkte innerhalb des Vereins, um eine konsequente fußballerische Entwicklung unserer Nachwuchsspieler zu gewährleisten sowie die Verbesserung unserer pädagogische Arbeit im Umgang mit unseren Spielern mit Migrationshintergrund und deren Integration in unserem Verein.

 

 

2. Ziele und Beschreibung der fußballerischen Ausbildung

 

Der FC Erfurt Nord unterscheidet die fußballerische Ausbildung seiner Nachwuchsspieler in 3 Stufen. Dabei handelt es sich um die Grundlagenausbildung, die Aufbauausbildung und die Leistungsausbildung. Diese Ausbildungsstufen orientieren sich an den Altersstufen der Nachwuchsspieler, wobei hier vom Idealfall ausgegangen wird, der beinhaltet, dass sich ein Spieler schon im Bereich der G Jugend oder F Jugend für das Fußballspielen entscheidet und damit alle Ausbildungsstufen in unserem Verein durchläuft.

 

Grundlagenausbildung – G Jugend, F Jugend, E Jugend (junger Jahrgang)

Aufbauausbildung – E Jugend (alter Jahrgang), D Jugend, C Jugend (junger Jahrgang)

Leistungsausbildung – C Jugend (alter Jahrgang), B Jugend, A Jugend

 

 

 

 

2.1. der Ehrenkodex des FC Erfurt Nord

 

Für alle Spieler und Trainer des Nachwuchses des FC Erfurt Nord gilt dieser Ehrenkodex, der Grundlage unserer Vereinsphilosophie und unseres täglichen Handelns ist.

 

·        Wir begrüßen und verabschieden unsere Mitspieler, Trainer, Trainerkollegen und Eltern möglichst mit Handschlag.

 

·        Wir spielen fair, halten uns an die Spielregeln und akzeptieren Niederlagen mit sportlicher Fairness, mit Anstand und mit Würde.

 

·        Wir respektieren die Trainer, die Gegner, unsere Mitspieler, die Schiedsrichter, die Offiziellen und Zuschauer und halten andere Sportler an, es uns gleich zu tun.

 

·        Wir lehnen Rassismus, Ausländerhass, Faschismus, Homophobie, Gewalt, Drogen, Korruption, Betrug, Wettspiele und andere Gefahren für unseren Sport ab.

 

·        Wir geben dem persönlichen Empfinden und Gefühlen der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen Vorrang vor unseren Gefühlen und Interessen.

 

·        Wir achten die Eigenart jedes Kindes und Jugendlichen und helfen ihnen, ihre Persönlichkeitsentwicklung und Sozialkompetenzen zu fördern. Ebenso leiten wir die Kinder und Jugendlichen bei ihrer Selbstverwirklichung zu angemessenem sozialen Verhalten anderen Menschen gegenüber an.

 

·        Wir richten sportliche und außersportliche Angebote stets nach dem Entwicklungsstand der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen aus und setzen kind- und jugendgerechte Methoden zur Umsetzung ein.

 

·        Wir bieten den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen für alle sportlichen und außersportlichen Angebote ausreichende partizipative Selbst- und Mitbestimmungsmöglichkeiten.

 

·        Wir sind auf und neben dem Sportplatz Vorbild für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen.

 

·        Die Spieler befolgen die Anweisungen der Trainer, benehmen sich in den Kabinen ruhig und angemessen, halten Ordnung und Sauberkeit, duschen nach dem Spiel und stellen die Ziele des Vereins und des Teams über ihre eigenen Ziele.

 

 

 

2.2. Grundsätze im Trainingsbetrieb

 

Für den Trainingsbetrieb aller Nachwuchsmannschaften des FC Erfurt Nord gelten folgende Grundsätze, unabhängig vom Alter oder der Spielklasse:

 

·        der erste Eindruck zählt

jeder Trainer ist stets pünktlich, im Regelfall 15-30 Minuten vor der vereinbarten Zeit des Treffpunktes da, er ist vorbereitet, voll konzentriert, hat die nötige und richtige Ausstattung dabei, trägt die Kleidung des Vereins und ist motiviert

 

·        jedes Kind/jeder Jugendliche ist ein Individuum und wert mit ihm zu arbeiten

jeder Trainer nimmt jedes Kind/jeden Jugendlichen als Individuum war und betrachtet es mit all seinen Eigenheiten und Besonderheiten als wertvolles Mitglied unseres Verein, seines Teams und behandelt alle Spieler gleich, mit Respekt und Unvoreingenommen

 

·        Kinder- und Jugendtraining ist kein verändertes Männertraining

die Übungen und Aufgabenstellungen unseres Trainings richten sich nach unserer Ausbildungskonzeption, den Fähigkeiten und Fertigkeiten der einzelnen Spieler und sind nicht aus dem Männerbereich abgeleitete Übungsformen, die unsere Kinder und Jugendlichen überfordern

 

·        es wird erlebnisorientiert und motivierend trainiert

jedes Training soll für die Kinder und Jugendlichen ein „Erlebnis“ sein, in dem die Trainer die Kinder und Jugendlichen motivieren und loben, sachliche Kritik üben und die entsprechenden Trainings- und Entwicklungsfortschritte beeinflussen.

Wichtig dabei ist:  Die Trainer machen nur vor, was sie auch richtig können!!!

 

·        der Ball steht im Mittelpunkt

jeder Spieler hat seinen eigenen Ball im Training, möglichst alle Übungen in einer Trainingseinheit werden mit dem Ball absolviert Jedes Kind und jeder Jugendliche hat möglichst viele Ballkontakte im Training

 

·        es gibt keine langen Wartezeiten – alle Kinder/Jugendliche spielen mit

Kinder und Jugendliche haben einen natürlichen Bewegungsdrang und sollen diesen auch ausleben dürfen, Erklärungen und Ansprachen fallen kurz, aber in der notwenigen Gründlichkeit aus, die Kinder und Jugendlichen stehen so wenig wie möglich in Reihen an und warten darauf die Übungen zu absolvieren (Auskühlungsgefahr), wir lassen niemanden außen vor, alle Kinder und Jugendlichen die beim Training anwesend sind nehmen am Training und  den Spielen teil.

 

Wir lassen Mannschaften für Trainingsspiele nicht wählen, sondern teilen die Mannschaften als Trainer selbst ein (der vermeintlich schwächste Spieler steht immer bis zum Schluss und das wollen wir nicht um das Selbstwertgefühl jedes Kindes und jedes Jugendlichen zu steigern)!!!

 

 

·        wir halten uns an die Regeln und Normen

wir halten uns auf und neben dem Spielfeld an die vorgegebenen Regeln und Normen, wir fördern die Sozialkompetenzen und Umgangsformen unserer Kinder und Jugendlichen und gehen als Trainer mit guten Beispiel voran, wir lösen Konflikte gewaltfrei, akzeptieren andere Meinungen und verhindern Rassismus, Ausländerhass, Faschismus, Gewalt, Drogenmissbrauch, Korruption, Betrug und Wettspiele in unserem Verein

 

·        wir schaffen wettkampfnahe und fußballtypische Lern- und Spielsituationen

das Training und die Aufgabenstellungen haben einen eindeutigen Wettkampfbezug, Tore erzielen und Tore verhindern sind die Grundziele des Fußballspiels, Übungen die diese Aufgabenstellungen bzw. Grundanforderungen fördern, stehen im Vordergrund unserer Trainingseinheiten

 

·        wir fördern individuelle Spiel- und Erfolgserlebnisse

die individuelle Entwicklung und Erfolge des Einzelnen sind genauso wichtig wie Teamwork, die Stärken des Einzelnen werden gefördert, an den Schwächen wird gezielt gearbeitet und jeder stellt sich in den Dienst der Mannschaft. Im Training ermöglichen wir allen Kindern und Jugendlichen Erfolgserlebnisse und schaffen eine positive Trainingsatmosphäre

 

 

2.3. Aufbau einer Trainingseinheit

 

Eine Trainingseinheit beim FC Erfurt Nord dauert in der Regel 90 Minuten und untergliedert sich immer wiederkehrend in folgende Bestandteile:

 

1.     das Aufwärmen – 15 Minuten

das Aufwärmen ist nicht nur im Profibereich wichtig, sondern auch im Amateur und Nachwuchsbereich. In den 15 Minuten sollte neben der bekannten Laufschule durchaus auch gedehnt werden. Wichtig ist die Erwärmung der Muskulatur. Im Kleinfeldbereich sind Spielformen mit und ohne Ball eine gute Methode. Spätestens ab der C-Jugend sollte die Laufschule eingeführt werden. Ziel ist es ebenso eine Selbstständigkeit im Bereich des Aufwärmens zu erreichen.

 

2.     Technikübungen und Koordinationsübungen – 20 Minuten

Ziel der Technikübungen soll es sein, das unsere Spieler mittelfristig in der Lage sind mit 2 maximal 3 Ballkontakten Spielsituationen aufzulösen bzw. durchzuführen. Die stetige Wiederholung von Ballannahme, Kurzpassspiel und erneutem Anbieten muss ständiger Trainingsinhalt sein. Im Zeitalter der neuen Medien und Unterhaltungselektronik sind motorische und koordinative Defizite bei Kindern und Jugendlichen nicht ungewöhnlich. Diese gilt es in diesem Trainingsteil systematisch abzubauen und zu entwickeln, da moderner Fußball ohne sie nicht funktionieren kann.

 

 

 

 

 

3.     Hauptthema der Trainingseinheit – 35 Minuten

Jedes Training sollte ein Hauptthema beinhalten, mit dem die anderen Trainingsteile kooperieren. Der Hauptteil sollte sich im Kleinfeld mit dem Grundlagen des Fußballspiels beschäftigen, Passspiel, Torschuss, Ballgefühl, Kopfball, Zweikampf, Stellungsspiel, etc.. Im Großfeld sollten Standards, Spielzüge, Kombinationen und taktisches Verhalten den Schwerpunkt bilden.

 

4.     Abschlusspiel und Auslaufen – 20 Minuten

Jedes Training sollte nach Möglichkeit mit einem Abschlussspiel, auch im Wettkampfcharakter, enden. Im Training erlernte Techniken oder Taktiken werden im Spiel umgesetzt bzw. angewandt. Mögliche Umsetzungsfehler werden sensibel korrigiert und die Spieler ermutigt, dass erlernte auch anzuwenden und umzusetzen. Tricks, kreative Ideen und auch Experimente können hier ausprobiert werden. Mögliche Alternativen zum klassischen freien Abschlussspiel sind Neun- oder Elfmeterschießen, Spiele mit Aufgabenstellungen (eingeschränkte Ballkontakte, Hälfte räumen, etc.), Turnierformen oder kleine Wettkämpfe.

Zum Abschluss des Trainings sollten die Spieler, unabhängig vom Alter, zum Auflockern der Muskeln ca. 5 Minuten auslaufen.

 

 

2.4. Grundlagenausbildung

 

Im Vordergrund der Grundlagenausbildung steht, neben dem Spaß und der Freude am Fußballspielen, die Vermittlung bzw. das Erlernen der Grundlagen des Fußballs. Kindgerechtes Bewegen und Spielen, möglichst viel mit Ball, aber auch die Verbesserung der Koordination und Beweglichkeit/Motorik sollen in diesem Alter Trainingsschwerpunkte sein. Dies beinhaltet natürlich auch die Grundtechniken, wie das Passspiel, die Ballannahme, die Ballmitnahme, den Torschuss und erste Ansätze des Kopfballspiels.

 

Die Übungen sollen durch die Trainer, wenn möglich, vorgeführt und kindgerecht erklärt werden. Je einfacher desto besser. Sehen, Nachahmen und Ausprobieren sollen eine wichtige Rolle spielen. Der Abbau von Angst und Unsicherheit durch stetige Wiederholung der Übungen und viele Spielformen schaffen erste Grundlagen zur Entwicklung guter Fußballer. Erlerntes wird gefestigt und im Anschluss schrittweise die Anforderungen erhöht bzw. wird Neues erlernt.

 

 

 

 

 

 

 

 

2.5. Aufbauausbildung

 

In dieser Ausbildungsstufe wird großer Wert auf die individuelle Ausbildung der Spieler  gelegt. Hier geht es darum die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Spieler weiterzuentwickeln, Defizite gezielt abzubauen und Stärken zu fördern.

 

Ausbildungsziele sind das systematische Erlernen aller Grundtechniken, das Festigen und Vervollkommnen bereits erlernte Techniken, die Vermittlung von Grundkenntnissen im Gruppentaktischen Bereich (u. a.  Doppelpass, Hinterlaufen, gemeinsames Angreifen und Verteidigen) und die spielerische Schulung konditioneller Fähigkeiten.

 

Aufbauend auf einer fundierten Technikausbildung sollen erlernte Übungen dynamisch ausgeführt werden. Es erfolgt die Vermittlung der gesamten taktisch – technischen – Möglichkeiten in Spielsituationen bzw. spielnahen Situationen. Alle Fertigkeiten und Fähigkeiten sollen auf einem höheren Niveau stabilisiert werden z.B. das Spielen des Balles nur noch aus der Bewegung heraus, nach Möglichkeit eine aktive Ballmitnahme (wenig Ballannahmen im Stand) sowie die Festigung und der Ausbau gruppentaktischer Mittel.

 

 

2.6. Leistungsausbildung

 

Das Ziel dieser Ausbildungsstufe ist das Erlernen und die Anwendung von Techniken unter Zeit-, Raum- und Gegnerdruck und unter Berücksichtigung taktischer Vorgaben. Optimales Lösen der Spielsituation im Wettkampf soll damit ebenso geschult werden, wie  kreatives Angreifen auf der Basis von Angriffsmustern und „aktives“ Verteidigen. Vermittelt und trainiert werden auch fehlerfreies Zweikampfverhalten und taktische Kenntnisse. Diese Themenkomplexe sollten damit in der Ausbildung zu den Hauptinhalten (1x wöchentlich) gehören.

 

Athletiktraining, Koordinationstraining, Taktiktraining und fußballspezifisches Konditionstraining sind ebenfalls ein Hauptbestandteil im Leistungsbereich. Dabei sind Trainingslager zur Vermittlung, Anwendung und zum Training besonders gut geeignet und sollten, als ein wichtiges Trainingselement, ein Hauptbestendteil in der Trainingsarbeit werden.

 

 

 

 

3. Training – Ausbildungsziele – Sonstiges

 

3.1. G - Junioren

 

Die Betreuung der Kinder in unserem Verein darf sich zu keiner Zeit alleine auf das Training und das Spiel reduzieren. Unsere Trainer sind wichtige Bezugspersonen im Alltag der Kinder und müssen sich dieser Rolle unbedingt bewusst sein. Für unsere jungen Spieler ist ihre Zugehörigkeit zu ihrer Mannschaft, zu unserem Verein eine wichtige, vielleicht auch ihre erste, Erfahrung im gemeinschaftlichen Miteinander. Um sich in dieser Gruppe zu Recht zu finden bedarf es daher einer helfenden Hand.

 

Grundsätzlich bewegen sich unsere G – Jugendtrainer immer zwischen den nötigen Freiräumen für die Kinder und dem schrittweisen, behutsamen Einüben von nötigen Ordnungsregeln in einer Gruppe. Folgende Verhaltensweisen sind für unseren Trainingsalltag wichtig:

 

·        Alle Kinder sind gleich wichtig!

·        Auf die Stärken der Kinder konzentrieren!

·        Sich in die Kinder hineinversetzen!

·        Mit festen Ritualen Orientierung schaffen!

·        Sprache und Mimik kindgerecht anpassen!

·        Über Lebenshintergründe jedes Kindes informieren!

·        Freiräume für die Kinder schaffen!

·        Ideen und Vorschläge berücksichtigen!

·        Echtes Interesse an jedem Kind zeigen!

·        Konsequent sein, Grenzen setzen!

·        Die Kinder niemals bloßstellen!

 

Folgende Schwerpunkte sollten in dieser Altersstufe vermittelt werden:

 

1.     Einfaches Laufen und Bewegen

 

·        Schulung motorischer Grundbewegungen – Laufen, Springen, Rollen und Balancieren

·        Lauf- und Abschlagspiele

·        Spiele mit, auf und an Klein- und Großgeräten

 

Vielseitige Bewegungsaufgaben gehören in jede Trainingseinheit.

 

 

2.     Einfache Aufgaben mit Ball

 

·        Spielen mit verschiedenen Bällen

·        Aufgaben mit Ball – Rollen, Fangen, Stoppen, Werfen usw.

·        Leichte Aufgaben mit dem Ball am Fuß

·        Bewegungskombinationen – Ball und Koordinationsaufgabe

·        Wetteifern mit Ball

 

Das Spielobjekt „Ball“ auf vielfältige Weise kennenlernen und die Antizipationsfähigkeit erlernen.

 

 

3.     Kleine Spiele mit Ball

 

·        freies Ausprobieren grundlegender technischer Anforderungen –  Dribbeln, Passen und Schießen

·        kleine Spielformen und Wettkämpfe

·        sportartübergreifende Spiele – Brennball, Völkerball, Handball usw.

 

Im Mittelpunkt steht das erste spielerische Kennenlernen verschiedener Bewegungsanforderungen im Fußball.

 

 

4.     Kleine Fußballspiele

 

·        kleine Mannschaften – 1 gegen 1 bis 4 gegen 4 Ausnahme 8 gegen 8

·        kleine Spielfelder – etwa 20 x 15 Meter, oder je nach Spielbetrieb

·        verschiedene „Tore“ – Minitore, normale Tore, Stangen, Kästen, etc.

·        einfache Spielregeln

 

Kurze Wege zum Tor sorgen für viele Tore und Erfolgserlebnisse!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3.2. F – Junioren

 

Mit den F-Junioren haben wir Kinder, die bereits ihre ersten Erfahrungen in der Schule gesammelt haben, was einen entscheidenden Unterschied zu den Kindern der G - Junioren darstellt. Fußball ist nun meist kein Neuland mehr für sie, da viele unter ihnen schon als G – Junioren dem Ball hinterhergejagt sind. Die Kinder im Alter zwischen 7 und 9 Jahren zeichnen sich durch die nachstehenden Eigenschaften aus und zeigen folgende Verhaltensweisen:

 

·        F-Junioren wollen sich mit ihren Mitspielern messen und erfahren, wer der stärkere ist. Sie mögen es, gegeneinander anzutreten und im Training immer wieder kleine Wettkämpfe zu erleben. Es liegt dabei an uns Trainern, dass jeder Spieler seine Erfolgserlebnisse bekommt und sich zu den Siegern zählen darf.

 

·        Kinder dieser Altersklasse stecken voller Energie. Ein kindgerechtes Training sollte diesen Bewegungsdrang mit kleinen Spielen erfüllen und dafür sorgen das keine langen Wartezeiten entstehen.

 

·        Konzentration strengt an. Insbesondere F Junioren haben Probleme damit, sich über längere Zeit auf einen bestimmten Punkt zu konzentrieren. Viel zu leicht lassen sie sich von äußeren Einflüssen ablenken. Daher sollten Erklärungen unsere Trainer stets kurz und einfach zu verstehen sein.

 

·        Für viele F Junioren sind unsere Trainer ein großer Freund. Sie sind eine wichtige Bezugsperson im Alltag der jungen Fußballer. Daher orientieren sie sich an ihnen und ihrem Verhalten. Dieser Vorbildfunktion müssen sich unsere Trainer bewusst sein und sich auch dementsprechend verhalten.

 

·        Auch wenn die jungen Fußballer oftmals sehr selbstbewusst wirken, so sind sie doch alles andere als innerlich gefestigt. Kritik und negative Äußerungen können F Junioren hart treffen und sollten daher wohl bedacht und gut dosiert erfolgen. Die Trainer sollten daher stets darauf achten, sie mit ehrlichem Lob zu motivieren und zu ermutigen.

 

 

 

 

 

 

 

Folgende Schwerpunkte sollten in dieser Altersstufe vermittelt werden:

 

1.     vielseitiges Laufen und Bewegen

 

·        Spiele mit Geräten und Training mit dem Hindernisparcours

·        Fangspiele und Staffelspiele

·        Schulung der Bewegungsfertigkeiten – Starten, Stoppen, Ausweichen, Hüpfen, Springen, Fallen, Rollen, etc.

 

Allgemeine Bewegungsfertigkeiten sind die Basis für eine optimale Fußball-Leistung!

 

 

2.     vielseitige Aufgaben und Spiele mit dem Ball

 

·        Einzelaufgaben mit fliegenden, rollenden und springenden Bällen

·        Aufgaben mit Ball paarweise, zu dritt oder zu viert

·        Wetteifern mit Ball

 

Ziel ist es, eine umfassende Geschicklichkeit mit dem Ball und die Antizipationsfähigkeit weiter zu festigen.

 

 

3.     spielerisches Kennenlernen der fußballerischen Grundlagen

 

Motivierende Technikübungen:

 

Dribbeln, Fintieren, Passen, An- und Mitnehmen des Balles, Schießen

 

·        mit motivierenden Parcours

·        in kindgerechten Gassenformen

·        mit bewegungsintensiven Rundläufen

·        als kleine Wettbewerbe

 

Technik-Spiele

 

·        1 gegen 1 (Dribbeln, Fintieren)

·        Überzahlspiele (Passen, Schießen)

 

Mixed-Training

 

·        Altersgemäße Technikaufgaben, parallel dazu kleine Spiele und Turniere

4.     Fußballspiele in kleinen Teams

 

Spiele und Turniere

 

·        1 gegen 1 bis maximal 4 gegen 4

 

Kleine Fußball-Turniere

 

·        in der Halle/im Freien

 

Mixed-Training

 

·        kleine Fußballspiele, parallel dazu Ablauf von Technikaufgaben

 

Viele Übungen, viele Ballkontakte, viele Spiele! Das ist das, was F-Junioren wollen, was ihnen Spaß macht und ihnen dabei hilft, sich ständig weiterzuentwickeln.

 

 

3.3. E – Junioren

 

Die Spieler dieser Altersstufe haben schon ihre ersten Schritte im Jugendfußball gemacht und befinden sich im Übergang vom Spiel- zum Lernalter. Sie durchlaufen somit eine bedeutende Entwicklung, bei der sie ihre Persönlichkeit weiter ausbilden. Unsere Trainer müssen sich dabei folgendem bewusst sein:

 

Er hat es nicht mehr mit „kleinen“ Kindern zu tun!

 

Die Kinder im Alter zwischen 9 und 11 Jahren zeichnen sich durch die nachstehenden Eigenschaften aus und zeigen folgende Verhaltensweisen:

 

·        Auch E – Junioren haben ihren Bewegungsdrang nicht abgelegt. Zusammen mit der hohen Spielfreude bieten sich somit optimale Bedingungen, um ein Kindertraining mit vielen Bewegungselementen zu gestalten. Die Organisation in spielerischen Formen motiviert die jungen Kicker dabei besonders und spornt sie immer wieder an.

 

·        E – Junioren wollen lernen. Sie wollen neue Dinge kennenlernen und zeigen, dass sie etwas verstanden haben oder beherrschen. Kleine Erfolge bereiten ihnen große Freude und sollten von unseren Trainern stets mit lobenden Worten belohnt werden.

 

 

·        Der Wetteifer ist noch immer vorhanden und spornt die Kinder in jedem Training an. Mit kleinen Wettkämpfen lassen sie sich immer wieder motivieren und finden große Freude daran, sich untereinander zu messen. Doch sollten unsere Trainer darauf achten das jeder Spieler zu seinen Erfolgen kommt.

 

·        Die Aufmerksamkeit der Kinder nimmt immer weiter zu. So können sie kurzen Erklärungen der Trainer besser folgen und nehmen bestimmte Situationen auf dem Spielfeld anders wahr. Auch ihr Selbstbewusstsein nimmt zu und motiviert sie, Gelerntes anzuwenden.

 

·        Die Kinder haben ihren Körper immer mehr unter Kontrolle und wissen, wie sie damit umgehen müssen. Dies und die psychische Ausgeglichenheit erlaubt ihnen, vor allem in puncto Technik und Koordination hervorragende Fortschritte zu erzielen.

 

Bei den E – Junioren dominieren zu Beginn des Trainings weiterhin vielseitige Bewegungen. Gleichwohl sollte dem deutlich verbesserten Koordinationsvermögen Rechnung getragen und die fußballspezifischen Techniken verfeinert werden. Das Dribbling wird zielgerichteter und schneller, Finten wie Ausfallschritt und Übersteiger werden eingeführt.

 

Folgende Schwerpunkte sollten in dieser Altersstufe vermittelt werden:

 

1.     vielseitige sportliche Aktivitäten

 

·        Lauftechnik/-koordination (Lauf ABC)

·        Fangspiele und Staffelwettkämpfe

·        Haltungsschulung, Ganzkörperkräftigung, Beweglichkeit, Koordination

·        sportartübergreifende Aufgabenstellungen – Klettern, Turnen, Schwimmen usw. zum Sammeln umfangreicher Bewegungserfahrungen

 

 

2.     vielseitige Aufgaben und Spiele mit Ball

 

·        vielseitige Erfahrungen mit rollenden, springenden und fliegenden Bällen

·        Rollen, Werfen, Fangen, Prellen von Bällen – auch im Rahmen der positionsübergreifenden Torhüterschulung

·        Einsatz von verschiedenen Bällen zur Verbesserung des Ballgefühls

·        sportartübergreifende Spiele wie Handball, Basketball, Völkerball usw. für eine sportlich vielseitige Ausbildung

·        Antizipationsfähigkeit verbessern und festigen

3.     Kindgerechte Technikübungen

 

·        verschiedene Formen des Ballführens

·        unterschiedliche Möglichkeiten des Fintierens (Übersteiger, etc.) lernen

·        üben der Passtechniken sowie Schulung der Ballannahme und Ballmitnahme

·        Torschussspiele zur Anwendung der Schusstechniken (Voll-/Innen-/Außenspann)

·        Kennenlernen des Kopfballs (nur mit Leichtbällen)

 

 

4.     Fußballspielen in kleinen Teams

 

·        freie Fußballspiele in kleinen Teams

·        Kleinfeldturniere und Wettkampfspiele

·        spielerisch orientierte Schulung individualtaktischer Verhaltensweisen

·        Raumorientierung und Raumaufteilung als Grundlagen des Zusammenspiels

·        Kennenlernen von Über-/Unterzahlsituationen

·        Anwendung aller Trainingsinhalte in wettkampfnahen Spielen mit Schwerpunkten

 

 

3.4. D – Junioren

 

D – Junioren erleben die Anfänge der entscheidenden Entwicklungsphase vom Kind zum Jugendlichen. Ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sorgt dabei für optimale Lernbedingungen. Insbesondere im koordinativen Bereich erzielen die Spieler große Fortschritte. Die Kinder im Alter zwischen 11 und 13 Jahren zeichnen sich durch die nachstehenden Eigenschaften aus und zeigen folgende Verhaltensweisen:

 

·        In diesem Alter besitzen die Kinder ein hohes Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Das sorgt dafür, dass die Spieler den Mut besitzen, Erlerntes auch im Spiel anzuwenden. Unsere Trainer sollten hier im Blick haben, wo sie Spieler in ihrem Selbstvertrauen bestärkt und wann sie sie gegebenenfalls bremsen, falls sie sich überschätzen.

 

 

 

·        Die wachsende Leistungsbereitschaft, lässt auch die Intensität in Training und Spiel ansteigen. D – Junioren nehmen die Entwicklung ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit wahr und wollen diese dementsprechend auch abrufen und im Wettkampf zeigen.

 

·        Die Fähigkeit sich zu konzentrieren ist die Basis für die optimalen Entwicklungsbedingungen, die Spieler in dieser Altersklasse erfahren. Das bedeutet nicht, dass der Trainer in seinen Erläuterungen weiter ausschweifen sollte. Dennoch bietet es die Möglichkeit, dass die Inhalte im Training nun an Komplexität gewinnen.

 

·        D – Junioren wollen mehr als nur kicken. Sie beginnen damit sich auch für erste taktische Elemente zu interessieren, sich mit bestimmten Positionen zu identifizieren. Dieses Interesse hilft dem Trainer dabei ihnen beispielsweise das Verhalten im Zweikampf zu vermitteln.

 

·        Die körperliche Ausgeglichenheit sorgt für hervorragende Lernbedingungen, da motorische Aufgaben mit Leichtigkeit von ihnen bewältigt werden können. Auch die Emotionslage ist im Gleichgewicht und bildet zusammen mit der kognitiven Leistungsfähigkeit eine hervorragende Grundlage für das Goldene Lernalter.

 

Technik, Technik, Technik und natürlich auch schon die Grundlagen der Taktik stehen hier auf dem Lehrplan. Die jetzt sehr hohe Koordinationsfähigkeit verpflichtet geradezu zu einer systematischen Verfeinerung der fußballspezifischen Techniken. Taktisch setzen sich die älteren Junioren dieser Altersklasse mit den neuen Gegebenheiten des größeren Spielfeldes auseinander.

 

Folgende Schwerpunkte sollten in dieser Altersstufe vermittelt werden:

 

1.     spielerische Konditionsschulung

 

·        Steigerung der Ausdauer durch kleine Fußballspiele

·        Verbesserung schnellkräftiger Bewegungen mit motivierenden Lauf- und Sprungwettbewerben

·        allgemeine Kräftigung vor allem der vernachlässigten Muskelgruppen

·        Kräftigungsübungen mit motivierenden Einzel- und Partneraufgaben

·        Schulung von Beweglichkeit und Geschicklichkeit

 

 

 

2.     systematisches Techniktraining

 

·        Erlernen und Festigen aller Techniken (Dribbeln, Passen, Ballannahme und Ballmitnahme, Torschuss, Kopfballspiel usw.)

·        Erreichen einer hohen Bewegungspräzision auch unter erschwerten Bedingungen

·        Verbessern der Ballgeschicklichkeit und der Kreativität mit dem Ball auch in koordinativ anspruchsvollen Abläufen

·        Kennenlernen der Beziehung von Technik und Taktik – mit den technischen Fähigkeiten Spielsituationen lösen.

 

 

3.     individualtaktische Grundlagen

 

·        Schulung individualtaktischer Verhaltensweisen in Abwehr und Angriff (z.B. Lösungsmöglichkeiten für den Ballbesitzer, Laufwege aus dem Deckungsschatten des Gegners etc.)

·        intensive Zweikampfschulung in Offensive und Defensive

·        Erlernen gruppentaktischer Grundlagen für das Spielen im Raum (z.B. ballorientiertes Verschieben, Übergeben/Übernehmen etc.)

·        Gruppenspiele mit Provokationsregeln (z.B. Spiel mit 3 Ballkontakten, langer Pass nach 3 kurzen Zuspielen usw.)

 

 

4.     Schwerpunktspiele und freies Spielen

 

·        Anwendung aller technischen und individualtaktischen Elemente unter verstärktem Gegnerdruck

·        erste Spielerfahrungen mit gruppentaktischen Grundlagen

·        motivierende Turniere auf dem Kleinspielfeld zur Förderung von Spielfreude und Kreativität

·        fortschreitende Einstellung der Spieler auf größer werdende Spielfelder

·        freie Fußballspiele in verschiedenen Mannschaftsgrößen

 

 

 

 

 

 

 

 

3.5. C – Junioren

 

C – Junioren sind Teenager. Mit der jetzt meist einsetzenden Pubertät verändert sich auch das Training, denn die Jugendlichen sind großen Veränderungen unterworfen. Unsere Trainer müssen dabei auf die einzelnen Spieler und ihre derzeitigen Entwicklungsphasen eingehen und gegebenenfalls individuell reagieren. Die Unterschiede zwischen einzelnen Spielern sind in dieser Altersklasse am auffälligsten und von den Trainern in ihrem Handeln zu bedenken. Die Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren zeichnen sich durch die nachstehenden Eigenschaften aus und zeigen folgende Verhaltensweisen:

 

·        Die Pubertät bringt den Hormonhaushalt der Jugendlichen stark aus dem Gleichgewicht. Somit ist diese Lebensphase bei den Heranwachsenden von einer emotionalen Unausgeglichenheit geprägt. Emotionale Ausbrüche oder Reaktionen auf bestimmte Situationen sollten daher stets in diesem Zusammenhang betrachtet und bewertet werden. Durch die Pubertät bedingte Längenwachstumsschübe sorgen für deutliche Unterschiede zwischen den Jugendlichen in puncto Größe und Gewicht, da diese Wachstumsschübe je nach dem individuellen Entwicklungsstand zu unterschiedlichen Zeitpunkten einsetzen. Die Psyche der Jugendlichen durchläuft in der Pubertät einen schwierigen Prozess. Die Vielen Veränderungen von Körper und Geist sorgen für Unsicherheit und verursachen wiederum soziale Spannungen und Konflikte. Pubertierende Jugendliche sind oftmals leicht zu reizen und suchen die Konfrontation, um etwas „Dampf“ abzulassen.

 

·        Die zahlreichen pubertär bedingten Entwicklungsprozesse im Körper haben deutliche Einflüsse auf die motorischen Fähigkeiten. Insbesondere die Wachstumsschübe beeinflussen das Bewegungsgeschick und bedürfen einer neuen Anpassung der koordinativen Bewegungsprogramme aufgrund neuer Längenverhältnisse. Bewegungsabläufe, die kurz zuvor noch keine Herausforderung darstellten, bereiten den Jugendlichen nun Probleme.

 

Mittlerweile sind die Jugendlichen auf dem großen Feld im 11 gegen 11 angekommen. Dabei gewinnt die fußballspezifische Fitness an Bedeutung, genau wie die Schulung individual- und gruppentaktischer Grundlagen.

 

Auch wenn das Training immer mehr Ernsthaftigkeit fordert, ist es dennoch die wichtigste Aufgabe des Trainers, die Freude am Fußball zu erhalten!

 

 

Folgende Schwerpunkte sollten in dieser Altersstufe vermittelt werden:

 

1.     fußballspezifische Fitnessschulung

 

·        komplexe und spielerische Verbesserung der Kondition

·        Schulung der Konditionsfaktoren Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Laufkoordination

·        Schulung konditioneller Fähigkeiten, möglichst mit Ball

·        Intervallartige, schnellkräftige und stark schnelligkeitsbezogene Bewegungen stehen im Mittelpunkt

·        Grundtraining und Ausgleichstraining – motivierende Beweglichkeitsübungen sowie Kräftigung der Muskelgruppen

 

 

2.     technisches Intensivtraining

 

·        detailliertes Üben aller fußballspezifischen Bewegungsabläufe

·        Verbesserung der Ballgeschicklichkeit

·        Anpassung der technischen Fähigkeiten an verbesserte Kraft/Schnelligkeitseigenschaften der Spieler

·        spielgemäße Anwendung aller Techniken unter verstärktem Gegnerdruck

·        wechselseitige Beziehung zwischen technischen und taktischen Inhalten

 

 

3.     Gruppentaktiken und Individualtaktiken

 

·        Entwicklung technisch-taktischer Handlungen in einfachen Spielsituationen

·        isolierte Schulung individual- und gruppentaktischer Verhaltensweisen

·        Förderung von Spielverständnis, Beobachtungsvermögen, Kreativität und selbstständiger Entscheidungsfähigkeit

·        Spielsituationen, die im Wettkampf vorkommen, im Training spielnah simulieren

 

 

 

 

 

 

 

 

4.     Schwerpunktspiele und freies Spielen

 

·        Anwendung aller technischen und individual-/gruppentaktischen Elemente unter verstärktem Gegnerdruck mit Wettspielcharakter

·        herausstellen der Bedeutung von mannschaftlich geschlossenem Zusammenwirken

·        Vorbereitung der Spieler auf die Anforderungen des Wettspiels im 11 gegen 11

·        Turnierformen auf dem Kleinspielfeld zur Erhöhung von Spielfreude und zur Förderung von Kreativität

 

 

3.6. B – Junioren

 

Der Weg durch die Pubertät ist größtenteils geschafft. Die B – Junioren stehen nun vor dem Übergang zum Erwachsenenalter. Durch ihre geistige und körperliche Ausgeglichenheit haben die jugendlichen Fußballer optimale Entwicklungsmöglichkeiten und zeigen folgende Verhaltensweisen:

 

·        Die gröbsten Umstellungsprozesse des Körpers sind überstanden. Mit der langsam abklingenden Pubertät findet der Hormonhaushalt sein Gleichgewicht und bringt den Körper wieder in eine ausgeglichene Gesamtlage.

 

·        Die mit der Pubertät angestiegenen Kraftverhältnisse, sorgen für optimale athletische Voraussetzungen. Insbesondere bei Jungen macht sich ein starker Kraftzuwachs bemerkbar, der auf die vermehrte Produktion von Testosteron zurückzuführen ist. Daher sind im Bereich des Krafttrainings nun größere Erfolge zu erzielen als in der vorpubertären Phase.

 

 

·        Die stärkere Muskulatur liefert einen bedeutenden Kraftzuwachs, der ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Bewegungsdynamik ausübt. Nicht nur die Maximalkraft profitiert hiervon, sondern ebenfalls die Schnell- und Sprungkraft. In diesen Trainingsbereichen sind nun ebenfalls große Fortschritte möglich.

 

·        Die koordinativen Systeme haben sich an die Umstellungen des Körpers gewöhnt, da die größten Wachstumsschübe in der Regel nun überstanden sind. Die koordinativen Fähigkeiten sind somit verbessert und haben sich an die vorangegangenen Veränderungen angepasst.

 

·        Die hohe Konzentrationsfähigkeit und ebenfalls geistige Reife liefert optimale Voraussetzungen für die kognitiven Fähigkeiten. Jugendliche dieser Altersklasse haben eine verbesserte Auffassungsgabe und können im Allgemeinen Situationen konzentrierter wahrnehmen.

 

·        Die Phase der vielen Veränderungen findet nun sein Ende. Die Jugendlichen finden somit nicht nur ihr seelisches und körperliches Gleichgewicht, sondern gewinnen eben dadurch vermehrt an Selbstbewusstsein. In dieser Phase reifen sie immer mehr zum Erwachsenen hin und entwickeln ihre Persönlichkeit.

 

·        Es herrschen optimale Entwicklungsbedingungen vor. Diese körperlichen und geistigen Grundlagen wollen die Spieler auch nutzen und zeigen eine hohe Lern- und Leistungsbereitschaft. Diese Motivation kann der Trainer nutzen. Ebenso sollte er im entscheidenden Moment auch erkennen wann er übermotiviertes Handeln bremsen sollte.

 

Die Entwicklung vom „Jugendfußball“ zum „Erwachsenenfußball“ nimmt nun langsam Formen an. Auch die Taktik rückt immer mehr in den Fokus. Ebenso gewinnt die fußballspezifische Athletik an Bedeutung und die technischen Fertigkeiten müssen sich daran messen lassen, wie sie im Wettkampf eingebracht werden.

 

 

Folgende Schwerpunkte sollten in dieser Altersstufe vermittelt werden:

 

 

1.     fußballspezifische Konditionsschulung

 

·        spielerische Ausrichtung des Konditionstrainings (durch verschiedene Varianten des Fußballspiels)

·        Training einzelner Faktoren der Kondition (Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft, Beweglichkeit)

·        Schulung der Ausdauer durch interessante Laufformen und Rundläufe mit technischen Zusatzaufgaben

·        Kräftigung sowie Erhaltung/Verbesserung der Beweglichkeit durch motivierende Einzel- und Partnerübungen

 

 

 

 

 

 

 

2.     positionsspezifisches Techniktraining

 

·        Nutzung der günstigen koordinativen Voraussetzungen zur Verbesserung der technischen Fertigkeiten

·        Anpassung der Fertigkeiten an die gesteigerten Spielanforderungen unter hohem Zeit- und Gegnerdruck

·        intensives Training der Ballgeschicklichkeit

·        intensive Schulung des Dribblings, der Pass- und Schusstechniken, der Ballannahme und Ballmitnahme und der Verteidigungstechniken bis hin zur Perfektionierung

·        Anwendung aller Inhalte des Techniktrainings im freien Spiel bzw. im Trainingsspiel

 

 

3.     Gruppentaktiken und Mannschaftstaktiken

 

·        Perfektionierung individualtaktischer Verhaltensweisen im Spiel unter höchstem Zeit- und Gegnerdruck

·        Verbesserung taktischer Abläufe in der Gruppe, abhängig von Ballbesitz/kein Ballbesitz bzw. Über-, Gleich- und Unterzahl

·        Schulung des mannschaftlichen Zusammenwirkens in Angriff und Abwehr, abhängig von Teamstärke und Spielkonzept

·        Förderung von Flexibilität und Kreativität in verschiedenen Spielsystemen (4-3-3, 4-2-3-1, 4-4-2 mit Raute/Kette)

 

 

4.     Fußballspiele mit Schwerpunkten

 

·        Erweiterung der technisch-taktischen Vielseitigkeit im Spiel durch die wettkampfnahe Anwendung aller Trainingsinhalte in Fußballspielen mit Schwerpunkten

·        Verbesserung der taktischen Verhaltensweisen in entsprechenden Spielsituationen durch Fußballspiele in Über-, Gleich- und Unterzahl

·        Förderung eines zielstrebigen Angriffspiels bzw. Simulation von erhöhtem Zeit- und Gegnerdruck durch Begrenzung der erlaubten Ballkontakte bzw. durch Pflichtkontakte

·        Unterstützung von Spielfreude durch motivierende Wettkampf- und Turnierformen

 

 

 

3.7. A – Junioren

 

A – Junioren sind junge Erwachsene. Dementsprechend wollen sie auch behandelt und ernst genommen werden. Sie sind in der Lage, in vielen Bereichen mitzureden, zeigen jedoch immer wieder auch eine gewisse Unreife. Ihre körperliche Entwicklung ist nahezu abgeschlossen und sorgt für hervorragende athletische Grundbedingungen. Die Jugendlichen im Alter zwischen 17 und 19 Jahren zeichnen sich durch die nachstehenden Eigenschaften aus und zeigen folgende Verhaltensweisen:

 

·        Die angestiegenen Kraftverhältnisse, sorgen für optimale athletische Voraussetzungen. Insbesondere junge Männer besitzen hier optimales Trainingspotenzial durch die vermehrte Produktion von Testosteron.

 

·        Die stärkere Muskulatur liefert einen bedeutenden Kraftzuwachs, der ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Bewegungsdynamik ausübt. Nicht nur die Maximalkraft profitiert hiervon sondern ebenfalls die Schnell- und Sprungkraft.

 

·        A – Junioren wollen Leistung bringen. Sie besitzen optimale Voraussetzungen auf kognitiver und körperlicher Ebene, von denen sie nun auf dem Feld profitieren können. Dabei registrieren sie selbst sehr genau ihre Entwicklungsschritte. Der Trainer kann diese Leistungsbereitschaft mit Lob und Motivation weiter fördern.

 

·        Die „Null-Bock-Phase“ ist in dieser Altersklasse bereits abgelegt. Im Gegenteil - die Spieler bestreiten ihren Sport mit einer hohen Eigenmotivation. Damit einhergehend kommen natürlich auch Erwartungen. Diese Erwartungen sollten allerdings nicht zu hoch angesetzt sein, da dies sonst Frustration zur Folge haben könnte.

 

·        Sie besitzen ihre eigene Persönlichkeit und prägen diese nun immer weiter aus. Dieser Reifeprozess ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Daher sollte ihnen etwas Unreife stets zugestanden werden, auch wenn ihr Auftreten ansonsten von erwachsener Reife geprägt ist.

 

 

 

 

 

 

Der Leistungsgedanke gewinnt nun an Gewicht. Im Übergang zum Bereich der Amateure muss ein A – Junior sich daran messen lassen, inwiefern er das erlernte erfolgsbringend im Wettkampf anwenden kann. Es gilt, den erfahrenen Jugendspieler auf die neue Herausforderung des Seniorenbereichs vorzubereiten und ihm das nötige Rüstzeug zu geben, in diesem Bereich zu bestehen. Darum muss auch bereits der A-Junior an Effizienz und Erfolg seines Spiels gemessen werden.

 

Folgende Schwerpunkte sollten in dieser Altersstufe vermittelt werden:

 

1.     fußballspezifische Konditionsschulung

 

·        spielerische Ausrichtung des Konditionstrainings (durch verschiedene Varianten des Fußballspiels)

·        athletische Vorbereitung für die gesteigerten Anforderungen des Seniorenbereichs (Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft, Beweglichkeit)

·        weitere Steigerung der speziellen Ausdauer durch interessante Laufformen und Rundläufe mit technischen Zusatzaufgaben

·        fortlaufende Kräftigung sowie Erhaltung/Verbesserung der Beweglichkeit durch motivierende Einzel- und Partnerübungen

 

 

2.     positionsspezifisches Techniktraining

 

·        Perfektionierung der erlernten technischen Fertigkeiten

·        stetige Anpassung und Prüfung der Fertigkeiten an die gesteigerten Spielanforderungen unter hohem Zeit- und Gegnerdruck

·        intensives Training der Ballgeschicklichkeit

·        intensive Schulung des Dribblings, der Pass- und Schusstechniken, der Ballannahme und Ballmitnahme und der Verteidigungstechniken bis hin zur Perfektionierung

·        erfolgreiche Anwendung aller Inhalte des Techniktrainings im freien Spiel bzw. im Trainingsspiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3.     Gruppentaktiken und Mannschaftstaktiken

 

·        Perfektionierung und erfolgreiches Anwenden individualtaktischer Verhaltensweisen im Spiel unter höchstem Zeit- und Gegnerdruck

·        Perfektionierung taktischer Abläufe in der Gruppe, abhängig von Ballbesitz/kein Ballbesitz bzw. Über-, Gleich- und Unterzahl

·        Verbesserung des mannschaftlichen Zusammenwirkens in Angriff und Abwehr, abhängig von Teamstärke und Spielkonzept

·        Fordern und Fördern von Flexibilität und Kreativität in verschiedenen Spielsystemen (4-3-3, 4-2-3-1, 4-4-2 mit Raute/Kette)

 

 

4.     Fußballspiele mit Schwerpunkten

 

·        Erweiterung der technisch-taktischen Vielseitigkeit im Spiel durch die wettkampfnahe Anwendung aller Trainingsinhalte in Fußballspielen mit Schwerpunkten

·        Verbesserung der taktischen Verhaltensweisen in entsprechenden Spielsituationen durch Fußballspiele in Über-, Gleich- und Unterzahl

·        Förderung eines zielstrebigen Angriffspiels bzw. Simulation von erhöhtem Zeit- und Gegnerdruck durch Begrenzung der erlaubten Ballkontakte bzw. durch Pflichtkontakte

·        Unterstützung von Spielfreude durch motivierende Wettkampf- und Turnierformen

 

 

4. Trainer – Qualifizierung – Arbeitsweise

 

Motivierte und gut ausgebildete Trainerinnen und Trainer sind das Rückgrat einer guten Ausbildung von Nachwuchsspielern in unserem Verein. Grundsatz in der Nachwuchsabteilung des FC Erfurt Nord ist und bleibt die engagierte, ehrenamtliche und unentgeltliche Arbeit aller im Nachwuchsbereich tätigen Trainer. Gegenseitige Unterstützung, Hilfe, Teamwork und Spaß an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind hierbei Voraussetzung und bedingen sich gegenseitig.

 

 

 

 

 

 

 

 

4.1. Qualifikationen in den Mannschaften

 

Um effektiv im Trainingsbetrieb und Spielbetrieb arbeiten zu können, sollten in jeder unserer Nachwuchsmannschaften mindestens 2 – 3 Trainer zusammenarbeiten. Mittelfristig strebt der FC Erfurt Nord an das mindestens einer der beiden Trainer über eine entsprechende Trainerlizenz verfügen sollte. Dies garantiert eine nachhaltige Umsetzung unserer Ausbildungskonzeption und damit verbunden eine entsprechende gute Ausbildung unserer Nachwuchsspieler. Folgende Lizenzen sollten die Trainer in den entsprechenden Mannschaften, abhängig von der Spielklasse in der die Mannschaften spielen besitzen:

 

Mannschaft:             Kreisoberliga:           Landesliga:

G – Jugend     =          Teamleiterlizenz       nicht möglich

F – Jugend     =          Teamleiterlizenz       nicht möglich

E – Jugend     =          Teamleiterlizenz       nicht möglich

D – Jugend     =          Teamleiterlizenz       C – Lizenz

C – Jugend     =          C – Lizenz                  C – Lizenz

B – Jugend     =          C – Lizenz                  B – Lizenz

A – Jugend     =          C – Lizenz                  B – Lizenz

 

Hier wird der Verein versuchen, eine entsprechende finanzielle Unterstützung bei der Finanzierung der entsprechenden Qualifikationslehrgänge zu leisten. Die Inhaber der C – Lizenzen und B – Lizenzen sind gehalten, die Gültigkeit ihrer Lizenzen, eigenverantwortlich, durch die Teilnahme an entsprechenden Fort- und Weiterbildungen zu sichern. Dazu dienen u.a. auch die Fortbildungsangebote der DFB Stützpunkttrainer.

 

4.2.   Arbeitsweise des Trainerstabes

 

Teamwork ist nicht nur innerhalb der Mannschaft gefragt, sondern auch im Team um die Mannschaft herum. Durch eine feste Zuteilung von Aufgabenbereichen wird die Zusammenarbeit von Trainern und Betreuern dabei deutlich erleichtert. Hierfür bedarf es allerdings vor Saisonbeginn einer klaren Absprache, um die jeweiligen Aufgabenfelder zu verteilen.

 

Arbeitsabläufe werden hierdurch erleichtert und das Trainerteam kann somit effektiv zusammenarbeiten, da durch das ‚blinde‘ Verständnis weniger Absprachen nötig sind. Die zur Verfügung stehende Zeit wird dadurch nicht für eine rein organisatorische Kommunikation verschwendet.

 

Es bietet sich an, die Aufgaben den folgenden Bereichen zuzuordnen:

 

·        Mannschaftsführung

·        Trainingsbetrieb

·        Spielbetrieb

 

Checkliste der Trainer zur Selbstreflektion der eigenen Arbeit:

 

·        ich plane systematisch das Training im Voraus

·        ich baue die Trainingseinheit vor Trainingsbeginn auf

·        ich hole, empfange, trainiere und verabschiede die Spieler

·        ich verhalte mich so, wie ich es von den Spielern erwarte

·        ich schaffe ein positives freudebetontes Trainingsklima

·        ich gebe allen Spielern die gleichen Chancen

·        ich suche das Gespräch und bin immer erreichbar

·        ich hinterfrage mich und meine Arbeit ständig selbst

·        ich arbeite in jeder Trainingseinheit im Detail

·        ich bilde mich ständig weiter (Aus-, Fort- und Weiterbildung)

 

 

Eine weitere Möglichkeit die Trainingsqualität zu steigern ist der Einsatz externer Trainer aus dem Bereich Leichtathletik, Fitness, Gymnastik, etc. Ziel des Einsatzes ist eine Verbesserung der motorischen Defizite ebenso wie die breitere Gestaltungsmöglichkeiten des Trainingsbetriebes.

 

 

4.3.   Torwarttraining

 

Die Torhüterposition ist die Position im Fußball, die in den letzten Jahren die größten Veränderungen mit sich gebracht hat. Das heißt natürlich auch, dass das Torwarttraining wesentlich komplexer und umfangreicher geworden ist. Der moderne Torwart muss technisch gut ausgebildet sein. Er muss möglichst mit dem rechten und mit dem linken Fuß die Bälle spielen können, um auch der Abwehr bei Rückpässen Sicherheit zu geben. Er muss seinen Strafraum beherrschen. Es reicht heutzutage nicht mehr, seinen Fünfmeterraum im Griff zu haben, sondern man muss den Sechzehnmeterraum beherrschen und das heißt, dass man Durchsetzungsvermögen braucht. Er muss ein Spiel lesen können.

 

 

 

Eine gute Torwart-Technik ist die wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Torwart. Daher sollte bei der Ausbildung von Nachwuchstorhütern viel Wert auf eine saubere Torwart-Technik gelegt werden. Folgende Inhalte sollen hier vermittelt werden:

 

·        Grundstellung

·        Fangen und Fausten

·        Ablenken, Abrollen und Aufstehen

·        Flanken

·        Abschlag aus der Hand

·        Abstoß

·        Abwurf – flach und hoch

 

Da ein Torhüter nicht mehr nur Torwart, ist, sondern zunehmend als „Feldspieler“ miteinbezogen wird, muss er folgende Aufgaben mit übernehmen:

 

·        er dient als Anspielmöglichkeit bei eigener Balleroberung

·        er dient als Anspielstation, wenn Mitspieler unter gegnerischen Druck geraten

·        er läuft Pässe und weite Bälle ab, die in den Rücken der Abwehr gespielt werden

·        mit seiner Hilfe wird das Spiel auf die andere Seite verlagert

·        er eröffnet das Spiel von hinten heraus mit kurzen oder langen Pässen

 

Der FC Erfurt Nord bemüht sich darum im Kleinfeldbereich und Großfeldbereich spezielles Torwarttraining anzubieten. Dieses sollte nach Möglichkeit durch speziell ausgebildete Torwarttrainer erfolgen. Sollte keiner zur Verfügung stehen sind die Trainer gehalten ihren Torleuten ein entsprechendes Training zu gewährleisten.

 

 

4.4.   Zusammenarbeit mit den Eltern

 

Nicht immer sind es die Kinder, die uns Trainer „Probleme“ bereiten. Und nicht selten bringen Eltern Unruhe in ein Mannschaftsgefüge und sorgen für Spannungen. Sei es, weil sie der Meinung sind, ihr Kind spiele zu wenig oder etwa auf der falschen Position. Oftmals kann man es den Eltern recht machen. Umso wichtiger ist es daher, mit ihnen in Kontakt zu stehen und dadurch Konflikten vorzubeugen. Dies geschieht durch folgende Maßnahmen:

 

 

 

 

Der Elternabend vor der Saison

 

Eine neue Saison sollte stets auch mit einem Elternabend beginnen. So können die Eltern und wir als Trainer direkt miteinander in Kontakt treten und eventuell aufkommende Missverständnisse verhindern. Hier sollte sowohl Organisatorisches als auch Sportliches Erwähnung finden. Wir als Trainer sollten natürlich auf diese Besprechung vorbereitet sein. So ein Elternabend macht auch dann Sinn, wenn wir die meisten Eltern schon kennen und die Mannschaft bereits zuvor trainiert haben. Es ist nämlich eine optimale Gelegenheit, um bestimmte Themen gemeinsam zu besprechen.

 

Elterngespräche während der Saison

 

Auch während der Saison sollten wir den Kontakt zu den Eltern suchen. In kurzen Gesprächen erfahren wir, wie es in der Schule läuft oder was die Kinder und Jugendlichen beschäftigen könnte. Derartige Informationen können uns dabei helfen, das Verhalten der Kinder und Jugendlichen richtig einzuordnen.

 

Wichtig ist darüber hinaus auch eines:

 

Nicht nur Kinder, sondern auch die Eltern hören gerne lobende Worte.

 

Eltern beim Spielbetrieb

 

Immer wieder stehen Eltern am Rand und versuchen Ihren Kindern zu sagen, was sie  während des Spieles aus ihrer Sicht tun sollen. Wir müssen diesen Eltern bewusst machen, dass es ihr Kind nur irritiert von allen Seiten Informationen zu erhalten.

 

Der Trainer hat vor dem Spiel gesagt, was zu tun ist, die Mitspieler bieten sich während des Spiels an und liefern somit weitere Informationen – wenn jetzt auch noch die Eltern von außen auf das Kind einwirken, verliert es schlichtweg den Überblick. Dann sind die gut gemeinten Ratschläge alles andere als eine Hilfe, sondern vielmehr ein Hindernis. Manche Kinder nehmen es gar als Druck wahr, wenn die Eltern ständig hineinrufen, korrigieren und vor allem kritisieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit diesen Eltern müssen wir regelmäßig sprechen und klarstellen:

 

·        Anfeuern und Jubeln ist klar erwünscht, aber die Trainer geben die Anweisungen im Training und im Spiel.

·        Kein Trainer muss sich vor Eltern oder Großeltern rechtfertigen und seine Entscheidungen erklären.

·        Die Trainer entscheiden über Aufstellung und Taktik und kommunizieren diese mit den Spielern.

·        Die Eltern halten sich in den vorgesehenen Elternzonen auf bzw. hinter den Umrandungen der Spielfelder.

·        Wir halten die Eltern an sich sportlich fair gegenüber den gegnerischen Spielern, Eltern und den Schiedsrichter zu verhalten.

·        Rassistisches, unsportliches und undiszipliniertes Verhalten akzeptieren wir nicht und unterbinden dieses Verhalten an Ort und Stelle.

 

Wichtig hierbei ist das wir Elterngespräche grundsätzlich nicht alleine führen sondern immer beide Trainer, ein Trainerkollege oder der Jugendkoordinator dabei sind. Hier geht es darum Missverständnisse von vornherein zu vermeiden und uns etwas abzusichern.

 

 

4.4.   Schlusswort

 

Mit dieser Jugendausbildungskonzeption versucht der FC Erfurt Nord seine Ausbildung im Nachwuchsbereich qualitativ zu verbessern und zu verstetigen. Das formulierte Ziel der Nachwuchsabteilung den Männermannschaften gut ausgebildete Spieler zu Verfügung zu stellen stellt eine große Herausforderung für alle Akteure da. Aber bei allem Qualitätsdenken darf eins nicht verloren gehen:

 

Alle Kinder und Jugendliche sowie alle beteiligten Trainer und Betreuer dürfen den Spaß an dem was wir hier gemeinsam tun nicht verlieren.