12.03.2015

F-II | Abriss der beiden letzten Spieltage

Von Jan-Hendrik Schekirka

Während unser Team das Duell bei Empor Erfurt I trotz guter Leistung recht deutlich verliert, war gegen die Mannschaft von Eintracht Erfurt im ersten Heimspiel 2015 sehr viel mehr drin, als ein torloses Unentschieden.

Die Rasensaison 2015 ist eröffnet und die begann für unser Team gleich mit einem schweren Auswärtsspiel beim SV Empor Erfurt I. Auf dem Papier waren wir gegen die einen Jahrgang höher spielenden und größeren Jungs von Empor der klare Außenseiter, aber man wollte hier mitspielen und sich so teuer wie möglich verkaufen. Gleichzeitig war dies auch das Pflichtspieldebüt unseres neuen Torwarts, der nun langsam herangeführt werden soll.

Aber leider stellte sich das Mitspielen gegen sehr körperbetont, ja zum Teil aggressiv, agierende Spieler von Empor als schwierige Aufgabe dar. Das Spiel war von der ersten bis zur letzten Minute geprägt von Fouls und daraus resultierenden häufigen Spielunterbrechungen. Wir waren körperlich einfach unterlegen und hatten dem selten etwas entgegenzusetzen. Am Ende gab es sogar noch eine gelbe Karte gegen einen Spieler von Empor. Das hatte zur Folge, das wir nach Ballgewinn und im Spiel nach vorn, es waren viele gute Ansätze zu erkennen, nicht zur Entfaltung kamen, oft den Ball kurz nach der Mittellinie schon wieder verloren um gleich wieder umschalten zu müssen. Das gelang nicht immer, oder oft zu spät, so das die schnellen, größeren und Konterstarken Spieler des Gegners uns einfach davon liefen und keine Mühe hatten erfolgreich zum Abschluss zu kommen.

Aber wir wollten ja mitspielen und das taten wir auch. So kam man zum Beispiel kurz vor der Halbzeit in einer etwas schwächeren Phase des Gegners, zu einem in diesem Spielabschnitt durchaus verdienten 1:3 Anschlusstreffer und hatte sogar noch die eine, oder andere Gelegenheit auf dem Fuß.
Letztendlich setzte sich aber am Ende der körperliche Vorteil und das aggressive Spiel von Empor durch und man musste sich trotz guter kämpferischer und spielerischer Leistung, recht deutlich mit 1:7 geschlagen geben.

Ein völlig anderes Spiel sahen Trainer und Eltern eine Woche später gegen die Eintracht. Wie entfesselt spielten unsere Jungs, zumindest in der ersten Halbzeit die Eintracht sprichwörtlich "gegen die Wand". Ein Spiel auf ein Tor, mit seltenen Konterversuchen des Gegners und zahlreichen Abschlüssen durch Nord, prägten diese Halbzeit. Dabei spielten sich unsere Jungs mit teilweise schönen Kombinationen, oder Flanken über Außen immer wieder vor das Tor der Eintracht, die zeitweise völlig überrumpelt wirkte. Aber es war zum Haare raufen, denn nach gefühlten Zwanzig Abschlüssen, darunter mehrere hundertprozentige Torchancen, stand es zur Halbzeit, man wollte es kaum glauben, noch immer 0:0.

Unsere Jungs belohnten sich einfach nicht für ihre starke Leistung. Teilweise fehlte einfach auch das benötigte Glück.

Diese Tatsache hätte sich am Ende beinahe noch gerächt, denn die zweite Halbzeit gestaltete sich etwas ausgeglichener und die Eintracht kam zu mehr Kontermöglichkeiten, während wir weitere Chancen liegen ließen. Dazu kam noch das Pech eines nicht gegeben Tores. Einige sahen den Ball hinter der Linie, andere nur auf der Linie. Leider sah das der Schiri auch so und die Freude währte nur kurz.
So kam es, das die Eintracht kurz vor Schluss ihrerseits das Spiel sogar noch hätte gewinnen können, als der Stürmer der Eintracht nach einem schnellen Konter alleine auf unser Tor zulief, aber den Ball glücklicherweise genau auf unseren herausgelaufenen Torwart spielte.

Dann kam der Abpfiff und die Freude über nur einen von wirklich verdienten drei Punkten, hielt sich bei Spielern und Trainern etwas in Grenzen.

Unserer spielerische Leistung war hier heute Top, nur die immer noch vorhanden Unkonzentriertheiten im Abschluss verhindern bessere Ergebnisse in unsere Torquote, denn Chancen waren hier und auch in vergangenen Spielen zur genüge vorhanden.