19.04.2016

F-I | Abriss der letzten Woche

Von Jan-Hendrik Schekirka

In einer sogenannten "englischen Woche", bestritten unsere Jungs vier Spiele in acht Tagen und mussten dabei leider auch zum ersten mal in dieser Saison feststellen, das Freude und Trauer im Fußball sehr nahe beieinander liegen.

Dabei blieb unsere Mannschaft in drei zu absolvierenden Spielen in der Liga weiterhin ungeschlagen, mußte aber auch zum ersten mal in dieser Saison, eine unglückliche Niederlage im Pokalhalbfinale hinnehmen.

Mit neun Punkten und einem sagenhaften Torverhältniss von 30:1 Toren mischten unsere Jungs in schon gewohnter Spielweise weiterhin die Ligastaffel auf und schoben sich nach diversen Spielausfällen bzw. spielfreien Tagen wieder auf Platz eins der Tabelle. Dabei gab es zwei souveräne Siege gegen Stotternheim (9:0) und Haßleben (11:1). Auch im dritten Spiel gegen Grün-Weiß ging man mit 10:0 Toren als Sieger vom Platz, wobei sich unsere Jungs auch aufgrund einer veränderten Startaufstellung hier etwas schwer taten und lange brauchten, um richtig ins Spiel zu kommen. Doch mit drei Punkten Vorsprung auf Platz zwei und sogar einem Spiel weniger als unser Verfolger aus Sömmerda hat sich unsere Mannschaft nun eine richtig gute Ausgangslage in der Staffel erarbeitet.

Aber wie zu Beginn schon erwähnt, liegen Freude und Leid im Fußball manchmal sehr nahe beieinander und in diesem Fall tat die erste Pflichtspielniederlage dieser Saison doch schon sehr weh. Denn es ging um nichts Geringeres, als den Einzug ins Pokalfinale des KFA Erfurt/Sömmerda.

Eingebettet in diese intensive "englische Woche", lag das Pokalhalbfinale gegen den SV Empor Erfurt I. Und wir erwischten nicht nur aufgrund des miserablen Wetters einen gebrauchten Tag, auch die Jungs waren irgendwie, zumindest in der ersten Halbzeit, nicht richtig auf dem Platz. Wobei das Wetter und der damit verbundene starke Regen, hier am Ende für mich ausschlagebend für eine wirklich unglückliche und sehr knappe 1:2 Niederlage waren.

In der ersten Halbzeit schafften es unsere Jungs einfach nicht, ihr gehwohntes Spiel aufzuziehen.  Mit fahrlässigem Zweikampfverhalten und ohne Biss war man zwar die bestimmende Mannschaft, doch Empor konnte sich so recht leicht immer wieder befreien und gefährliche Konter einleiten und so lag man nach sechs Minuten 0:1 hinten. Zu beginn der zweiten Halbzeit ergab sich das gleiche Bild, wir machten das Spiel und Empor konterte zum 0:2 nach wiederum gespielten sechs Minuten.

Doch jetzt endlich wachten unsere Jungs auf. Man riss das Spiel endgültig an sich und spielte im weiteren Verlauf nur noch auf ein Tor. Empor in seine eigene Hälfte gedrängt, versuchte nur noch zu verteidigen und kompakt zu stehen. Der sehr gut aufgelegte und leider auch sehr große Torwart von Empor, tat sein übriges dazu. Welcher Schuss auch aufs Tor kam, der Ball wollte nicht rein. Kurz vor Schluss gelang dann doch noch der längst fällige Anschlusstreffer und wir drückten weiter und kamen zu weiteren Abschlüssen. Der Ausgleich und die damit verbundene  Verlängerung waren greifbar, aber der aufgrund des starken Regens immer schlechter werdende Platz, lies im weiteren Verlauf ein vernünftiges Fußballspielen nicht mehr zu. Tiefe Pfützen und glatte Stellen auf dem Ganzen Rasen verhinderten jeglichen Spielfluss und so rettete sich Empor zu einem für mich nicht ganz verdienten und für uns äußerst unglücklichen 2:1 Endstand.