05.09.2015

1. Männer | Germania Ilmenau - FC Erfurt Nord | 4:5 (1:3)

Von René Arand

2. Runde | TFV-Pokal | Was für ein packendes Pokalspiel war denn das im Hammergrund! Neun Tore sahen die über 100 Zuschauer für ihr Eintrittsgeld in der Goethe- und Universitätsstadt. Und wer seine Herztropfen dabei hatte, musste sie spätestens in den letzten zwanzig Minuten nehmen.

Mit Pressing übten die Nordler von der ersten Sekunde Druck auf die Gastgeber aus. Die Germania wurde regelrecht an die Wand gespielt. Serkan Kolpar eröffnete daher früh den Torreigen (3.). Danach legte Andy Pham mit einen Doppelschlag nach (10., 20.). Dürfte doch eigentlich nichts mehr passieren sagten sich die Nord-Anhänger, auch wenn Thurau mit dem ersten Ilmenauer Angriff  noch vor der Pause auf 1:3 verkürzte (31.). Spätestens nach Tor Nummer drei vom starken Andy Pham zum vierten Erfurter Treffer (52.) waren die Messen eigentlich gesungen.

Denkste! Wir verloren den Faden und brachten die Hausherren durch eigene Unachtsamkeiten zurück in die Partie. Zweimal der eingewechseltee Fischer (71., 75.) und Redondo (81.) schafften innerhalb von zehn Minuten den 4:4-Ausgleich. Das Heimpublikum drehte nun natürlich an der Uhr. Das Nord-Herz pochte, der Bierkonsum stieg. Aber das Beste kommt ja bekanntlich zum Schluss! Alles rechnete mit einer Verlängerung - jedenfalls die heimischen Anhänger. Da wollten wir nicht mitmachen! In der driten Minute der Nachspielzeit kommt der Ball von Serkan Kolpar auf die rechte Seite zu Steffen Knabe. Der bringt den Ball mustergültig zentral an den Fünfer, wo Marcel Langenhahn in den letzten Sekunden den Lucky-Punch setzte und die Kugel zum Siegtreffer in die Maschen beförderte. Yes! Der Schiri pfiff gar nicht mehr an und das kollektive jubelte durfte beginnen.Qualität zahlt sich am Ende eben aus!